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Dienstag, 8. März 2016

„Jeder Meter, den ich renne, zahlt sich aus!“



Christine Wendelin bringt aus tiefer Überzeugung vom Burgenland aus die Anliegen der „Aktion Familienfasttag" unter die Leute. Christine Wendelin (66) engagiert sich seit Jahren aus voller Überzeugung für die Aktion Familienfasttag. Die Lebensumstände von Frauen, denen sie in Asien und Lateinamerika  begegnete, haben sie immer berührt und zum Handeln bewogen.


Wer Christine Wendelin trifft, spürt sofort: Da passt alles zusammen. Das authentische Lachen der 66-Jährigen zeugt von Lebensfreude, Aufgeschlossenheit und Energie - Zutaten, die es braucht, um sich in der Welt umzusehen, Wissen über Menschen anderer Kulturen und Religionen aufzusaugen und Erfahrungen weiterzugeben. Wendelin macht das seit vielen Jahren. Mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann hat sie die halbe Welt bereist. Die Lebensumstände von Frauen, denen sie in Asien und Lateinamerika begegnete, haben die vierfache Mutter immer berührt und sie zum Handeln bewogen. „Die Aktion Familienfasttag' ist das, was ich gesucht habe. Das ist mein Platz in der Kirche." Oft schon konnte sie mit eigenen Augen sehen, „wie Projektpartnerlnnen arbeiten, was sie bewirken und wie sich Menschen durch kluge Initiativen selber aus schwierigen Situationen herauswurschteln können. Das ist einfach grandios! Da zahlt sich jeder Meter, den ich renne, und jeder Cent, den wir hereinbringen, aus.

 „ Fremde Länder, fremde Frauen interessieren mich unheimlich" strahlt die gebürtige Niederösterreicherin, die in jungen Jahren am eigenen Leib zu spüren bekam, was es heißt, plötzlich „anders" zu sein. Mit knapp 20 Jahren heiratete die Katholikin in eine überwiegend evangelische Pfarre im Nordburgenland ein, wo ihre große Liebe, ein verwitweter Weinbauer mit zwei halbwüchsigen Kindern, lebte. Der barsche Widerstand aus der eigenen Kirche, unbarmherzige Sätze, dass die Ehe mit einem Lutherischen unmöglich sei, haben sich bei der großzügigen Frau eingeprägt. „Wir waren evangelisch verheiratet. Wenn ich in einer katholischen Messe war, durfte ich aber nicht zur Kommunion. Das hat mir sehr wehgetan." Es dauerte Jahre, bis diese Ehe per Ansuchen kirchenrechtlich „saniert" wurde. Heute heiraten die Christinnen in Gols untereinander, beten miteinander und helfen zusammen. Wendelins Sinn für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ist stark. Als Vertreterin der kfb im Ort und als Mitverantwortliche im Dekanat Frauenkirchen trägt sie Wünsche und Anregungen der Frauen in die Diözese weiter und von dort aus auf die Bundesebene. Wendelin leitet den Bildungsarbeitskreis der „Aktion Familienfasttag" mit großem Engagement. „Wir können Verständnis wecken und Veränderung bewirken, wenn wir Hintergrundwissen haben und es an möglichst viele Frauen weitergeben.


Von Romana Klär, Welt der Frau 

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