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Dienstag, 8. März 2016

„Gemeinsam für eine Zukunft mit gerechter Verteilung“

Benefiz-Suppenessen der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung


Im Burgenland ist es schon zur Tradition geworden, dass sich Menschen aus Politik und Kirche in der Fastenzeit zum konkreten Teilen treffen. Zum Familienfasttag am Freitag vor dem 2. Fastensonntag lädt die Katholische Frauenbewegung (kfb) bereits seit 1958 ein. Das diesjährige Benefiz-Suppenessen fand am 19. Februar 2016 in der Aula des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt statt. Eingeladen von Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics und der Katholischen Frauenbewegung haben zahlreiche Menschen daran teilgenommen. Die „Fastensuppen“ wurden von den Schülerinnen und Lehrerinnen der 2 Klasse der Fachschule für wirtschaftliche Berufe der HBLA in Oberwart gekocht und kredenzt. 


„People of Austria: Continue to care and to share“: mit ihrem Aufruf an uns, unsere Haltung des „Sorgens und Teilens“ aufrecht zu erhalten, hat die philippinische Projektpartnerin Yuen Abana, Aktivistin und Gemeindesprecherin und heuer beim Benefizsuppenessen bei uns als Gast, die mehrschichtige Botschaft formuliert. „Die Privatisierung der Stromversorgung hat dazu geführt, dass wir in den Philippinen die höchsten Kosten für Strom in ganz Asien haben“, berichtete Yuen Abana. Auch die Versorgung mit Wasser, mit Dienstleistungen im Bereich von Bildung und Gesundheit läge weitgehend in privaten Händen. „Das trifft zuallererst Arme, zuallererst Frauen“, so Abana. Bedroht und eingeschränkt sei nicht nur deren materielle Existenz, sondern auch deren Würde.
Die Frauen von „Freedom From Debt Coalition“ (FDC), also „Koalition der Entschuldung“, kämpfen für eine gendergerechte Budget- und Finanzpolitik im Rahmen einer gerechten Schuldenpolitik. Hintergrund der rigorosen Sparmaßnahmen des philippinischen Staates sind extreme Schulden, die unter anderem in die Zeit der Diktatur von Präsident Marcos zurückreichen, teilweise aber auch aus der Finanzierung fragwürdiger Projekte durch internationale oder nationale Finanzinstitutionen herrühren.

Die Aktion Familienfasttag versteht ihre Arbeit generell im Sinne  „Teilen spendet Zukunft“. Das Engagement für Frauen in verschiedenen Teilen der Welt ist auch ein Engagement, das in Zeiten großer Fluchtbewegungen bedeutsam ist: wo Menschen die Chance haben, ein gutes Leben zu führen, frei von Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung, ausreichend versorgt mit Mitteln und Gestaltungsmacht, gibt es auch keinen Grund, sich aufzumachen.
Selbstverständlich vertritt die Katholische Frauenbewegung Österreichs diese Haltung des „Teilens“ und der Solidarität auch im Blick auf jene Menschen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und als Flüchtlinge vor Krieg, Terror und Not in Österreich angekommen sind. Dem Schüren von Ängsten in der Bevölkerung und dem populistischen Spiel seitens gewisser Vertreter aus Politik, Medien, aber auch der Bevölkerung selbst, wird sich die Katholische Frauenbewegung auch künftig entschieden entgegenstellen.
Die kfb setzt auf Vertrauen, Zuversicht und Visionen, begründet in der Menschenwürde, begründet im Evangelium.

In diesem Sinne:
„Hoffnung spendet Zukunft“ und  „Teilen spendet Zukunft“


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