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Freitag, 8. Oktober 2010

Mein Blickwinkel – Die Heilsperspektive



Manche von euch waren vielleicht im Sommer wandern in den Bergen oder zu Fuß wallfahrten. Es ist etwas Schönes. Wenn sich die Menschen auf den Weg machen, ist für sie das Ausschlaggebende nicht dass sie den Rucksack tragen, viele Kilometer oft steil hinauf oder hinunter gehen, vielleicht manchmal ganz nass werden oder die tropische Hitze des Tages ertragen müssen, sondern die Gemeinschaft, das Genießen des Weges, die Schönheit der Natur, die schönen gemeinsamen Abende im Zusammensein. Dadurch wird zwar die Hitze nicht kühler und der Rucksack nicht leichter, aber die Einstellung macht viel aus. Professor Jakobs bezeichnet es als Heilsperspektive. Er meint, dass das, woran wir uns orientieren, was uns motiviert, sollte nicht das Negative sein, die Todesperspektive, sondern das Schöne, das Lebenswerte, die Heilsperspektive.

Nach den großen Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum unserer Diözese Mitte August, nach der Ernennung und der Weihe des neuen Diözesanbischofs, beginnt für unsere Diözese und dadurch auch für die kfb ein neues Kapitel. Das was uns motivieren sollte, sollten nicht die Probleme der Kirche, nicht die Strukturfrage sein, sondern die Tatsache, dass wir alle Miteinander im Auftrag Jesu am bereits angebrochenen Reich Gottes mitbauen dürfen, dass wir sogar durch das allgemeine Priestertum aller Getauften dazu eingeladen sind. Im Miteinander kann mehr geschehen als gegeneinander oder im blinden Konkurrenzkampf. Durch die vordergründige Stellung der Heilsperspektive werden die Kirchenreformbedürfnisse der Menschen nicht gestillt und die Probleme nicht gelöst. Vielmehr werden wir motivierter, begeisterter und glaubwürdiger, was eine sehr starke Eigendynamik in Bewegung bringen kann. Wie das religiöse Leben in unserer Diözese in der Zukunft aussehen wird, hängt von uns ab. Wir sind das sichtbare Gesicht der Kirche.
Mag. Gabriel Kožuch, Geistlicher Assistent der kfb

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