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kfb-Grüß Gott

Mittwoch, 31. August 2016

"Weil's gerecht ist: Fairändern wir die Welt!"



Die sieben Säulen der kfb-Spiritualität „von Werten geleitet, dem Leben dienend, den Frauen gerecht, in Gemeinschaft getragen, in Traditionen gewachsen, das Wort Gottes hörend und zum Handeln bewegt“ stärken uns für die Verantwortung, die wir aus dem Evangelium heraus haben: Die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse erfordern eine aktive Gestaltung, damit sich Lebensbedingungen und Perspektiven von Frauen weltweit entscheidend verbessern.

„Wir müssen … die Hindernisse, die die volle Einfügung der Frauen in das gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Leben verhindern, abschaffen,
… dass in allen Ländern der Welt die Frauen geehrt und geachtet werden und ihr unverzichtbarer sozialer Beitrag geschätzt wird.“
(Aus dem Gebetsanliegen von Papst Franziskus für Mai 2016)

Weltweit sehnen sich Frauen nach

SELBSTBESTIMMUNG – BILDUNG – FAIRNESS – UMVERTEILUNG –
SOLIDARITÄT – ZIVILCOURAGE – MENSCHENWÜRDE – CHANCENGLEICHHEIT

Mit unserem täglichen Denken, Reden und Tun gestalten und bauen wir diese Welt mit,
FAIR-ÄNDERN WIR DIE WELT!


Mit dem Blick auf diese FAIR-ÄNDERUNG fragen wir:
Wie kann ich in meinem täglichen Leben zu einer Fair-Änderung beitragen?
Woran erkennen andere, dass mir FAIR-Änderung ein Anliegen ist?
Wo kann ich mich (gesellschafts-)politisch einmischen für eine FAIR-Änderung?
Wen kann ich für eine FAIR-Änderung motivieren?
Was muss sich bewegen, damit FAIR-Änderung sichtbar wird?

Dass FAIR-Änderung möglich ist, zeigen viele kleine Beispiele und Schritte, die wir
und andere bereits gegangen sind. Viele weitere Schritte haben wir noch vor uns.
Machen wir uns gegenseitig Mut dazu!

Wir wünschen dabei viel Erfolg!
Denn:  WEIL´S
         GERECHT IST
         FAIRäNDERN
         WIR DIE WELT!“


Veronika Pernsteiner, Vorsitzende
Andrea Ederer, Stv. Vorsitzende
Eva Oberhauser, Stv. Vorsitzende

Donnerstag, 21. Juli 2016

Gedenktag der heiligen Maria Magdalena wird künftig als Fest gefeiert

Der Gedenktag der heiligen Maria Magdalena am 22. Juli wird nun als "Fest" eingestuft. Der Vatikan hat die Rolle der heiligen Maria Magdalena aufgewertet und sie wird liturgisch den Aposteln gleichgestellt.

Mit einem Dekret vom 3. Juni 2016 hat der Papst entschieden, sie – zumindest was den Rang ihres Gedenkens im Heiligenkalender betrifft – den Aposteln gleichzustellen.

„Ein großer Schritt für die Wertschätzung der Rolle von Frauen in der Kirche“, schrieb Radio Vatikan in einer Online Ausgabe.
"Sie ist Zeugin des auferstandenen Christus und verkündet die Botschaft von der Auferstehung des Herrn, wie die übrigen Apostel. Darum ist es richtig, dass die liturgische Feier dieser Frau denselben Grad eines Festes erhält wie die Feiern der Apostel im Römischen Generalkalender", so der Sekretär der Gottesdienstkongregation, Erzbischof Arthur Roche.
Das Besondere ist, dass nun ein eigener Präfationstext, das sind die einleitenden Worte zum Hochgebet an ihrem Fest, hinzukommt, was es sonst nur bei wenigen anderen Heiligen gibt.

Maria aus Magdala ist eine der wichtigsten Frauengestalten in der Bibel. Dass sie eine besondere Frau war, zeigt schon ihr Name: Anders als in patriarchalen Gesellschaften üblich, wurde die Jüngerin nicht nach einem Mann, sondern nach ihrem Herkunftsort benannt: Sie war bekannt als die Maria, die aus Magdala stammt. Neben der Mutter Jesu ist die Jüngerin Jesu die einzige Frau, die in allen vier biblischen Evangelien vorkommt.

(Informationen entnommen aus:
https://www.dioezese-linz.at/news/2016/06/14/vatikan-wertet-gedenktag-der-maria-magdalena-auf    und religion.ORF.at/dpa)

 

Dienstag, 19. Juli 2016

Flüchtlingshilfe: Engagement von katholischen Frauen in Pfarren von Experten gewürdigt

Wieselburg, 17.07.2017 (dsp) Zum Abschluss der einwöchigen Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung Österreich (kfbö) in Wieselburg diskutierte eine hochkarätige Runde über „Frauen auf der Flucht“. Kfb-Vorsitzende Veronika Pernsteiner, Fluchtexpertin Tirhas Habtu, der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner und Rainald Tippow, Flüchtlingskoordinator der Erzdiözese Wien, verwiesen dabei auf das große Engagement von Frauengruppen in den Pfarren für geflüchtete Menschen.

Kfbö-Vorsitzende Pernsteiner unterstützt selber stark Menschen, die nach Österreich geflohen sind. Im Vorjahr sei sie selber auf Bahnhöfen gewesen und unterstützte Flüchtlinge. Ihr sei der Austausch mit den Frauen wichtig gewesen und sie habe selber durch diese Begegnungen viel Positives von ihnen zurückbekommen. Die kfbö-Vorsitzende aus der Diözese Linz habe mittlerweile die Beobachtung gemacht, dass sich ehrenamtliche Flüchtlingshelfer/innen heute oftmals rechtfertigen müssten, „wenn man aus dem Evangelium lebt und Flüchtlinge unterstützt“. Sie ortet weiters eine zunehmende Radikalisierung der Sprache. „Wem bin ich Nächste? Wer ist mein Nächster?“, müsse man sich fragen angesichts der Anfeindungen gegen diejenigen, die den Menschen in Not zur Seite stehen, angesichts der schleichenden Radikalisierung in Sprache und Auftreten. Die Diskussion um Wertekurse für Geflüchtete sieht sie kritisch: „Vielmehr hilft es, Begegnungen zu schaffen und Menschen einzuladen.“ Sie schlägt konkret vor, dass bei den österreichweiten kfb-Benefizsuppenessen in der Fastenzeit Frauen mit Migrationshintergrund in den Pfarren Suppen aus ihrer Heimat zubereiten.
Der Flüchtlingskoordinator Tippow der Erzdiözese Wien verweist darauf, dass „viele hundert österreichische Pfarren“ sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren, und diese Hilfe würden vor allem Frauen tragen. Er sagt, zahlenmäßig seien die Flüchtlinge „völlig problemlos bewältigbar“. Von den 65 Millionen Menschen auf Flucht wären weit über 90 Prozent Binnenflüchtlinge oder kämen in Nachbarländer unter. Europaweit kämen auf 1000 Einwohner nur zwei Flüchtlinge. Das Problem seien Verängstigung in der Bevölkerung und Streit in der Politik. „Jede Form von Rationalität wird durch Emotionalität an die Wand gespielt“, so Tippow. Viel laste auf den Schultern der Zivilgesellschaft und er nennt hier die vielen Deutschkurse, die Pfarren oder Klöster für Flüchtlinge organisieren. Ein Vorurteil kritisiert er scharf: Geld sei kein Anreiz für Flüchtlinge nach Österreich zu kommen. Asylwerbern stünden nur 200 Euro sowie 120 Euro fürs Wohnen zu. Um die Flüchtlingskrise wirklich einzudämmen, brauche es jedenfalls einen Marshall-Plan für Afrika, denn die Menschen die jetzt ua. aus Syrien kämen, wären sonst nur ein kleiner Vorausblick auf die noch zu erwartenden hohen Zahlen. Denn viele hätten aufgrund der fehlenden Perspektiven und Jobs in ihrer Heimat nichts zu verlieren. Abgesehen von der großen Hilfe könne jede und jeder ebenso helfen: etwa, indem Menschen mit Asylstatus zum AMS begleitet werden. Die Teilnahme an Beratungsgesprächen könne aufgrund von Zeitdruck und Sprachschwierigkeiten oft kleine Wunder bewirken.
Pastoraltheologe Zulehner lobt die „massive“ politische Lobbying-Arbeit durch die Katholische Frauenbewegung – etwa auf dem Gebiet der Mindestsicherung. Nicht nur konkret zu helfen, wie das die kfb tue, sondern auch sich politisch einzusetzen, sei ein Gebot der Stunde. Der Soziologe sieht in der Flüchtlingsthematik folgende Gefühle bei den Menschen: Verängstigte und Besorgte und Leute, die sich engagieren. Die Ängste seien oft archaisch und würden „zu kurz Gekommene“ und von Abstieg Betroffene Menschen betreffen. Daher stelle sich die Frage: „Wie kann man Angst nehmen und diese zu jenen ziehen, die helfen?“ Österreich sei jedenfalls eines der reichsten Länder der Welt, niemand habe aufgrund der Flüchtlinge auch nur einen Cent weniger am Lohnzettel. Zulehner sieht sie überdies als Chance, weil Geflohene Leistungen und auch Werte mitbringen. Sie könnten bei kluger Investition auch der Wirtschaft viel bringen.
Fluchtexpertin Tirhas Habtu, die aus Eritrea stammt und aufgrund von Regierungskritik nicht mehr in ihr Land zurück kann, meint, dass die Entscheidung zur Flucht für Frauen schwierig sei. Denn sie würden oft viel verlieren – etwa Jobs oder den Anschluss an ihre Stammesgemeinschaft. Eines sei den neu ankommenden Frauen, die oft Traumata von den Kriegen haben, besonders wichtig: Sie wollen Informationen über ihre Rechte und Pflichten und wie das Zusammenleben hier funktioniert. Auf die Frage, ob man Angst vor einer Islamisierung aufgrund der Zuwanderung haben müsse, sagt sie: „Wenn Menschen ehrlich ihren Glauben leben und darin verwurzelt sind, dann brauchen sie sich nicht zu fürchten, wenn Flüchtlinge aus anderen Kulturen und Religionen kommen.“ Generell sei vielen Frauen ihr Glaube wichtig und sie würden gerne hier Kirchen aufsuchen.

Kfbö-Vorsitzende Pernsteiner zog positive Bilanz der Sommerstudientagung

Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der größten Frauenorganisation des Landes, dankte der gastgebenden kfb St. Pölten und ihrer Vorsitzenden Anna Rosenberger „für die liebevolle Vorbereitung und Gestaltung“ der Sommerstudientagung in Wieselburg. Neben hochkarätigen Vorträgen, Workshops und einem Ausflug zur Basilika Sonntagberg gab es für die Frauen aus allen Diözesen Österreichs und aus Südtirol die Möglichkeit zum Austausch und Begegnung.
Dass das Jahresthema „Frauen.Leben.Stärken“ sehr viele Themen und Inhalte einbeziehe, das hätten die Teilnehmer/innen auch an der Verschiedenheit der „exzellenten Referent/innen“ erlebt. Die Workshops hätten gezeigt, dass viel politische Arbeit vor der Frauenbewegung liege: sei es beim Thema „Gewalt an Frauen“, beim Thema „Gleichstellung“ oder um darauf aufmerksam zu machen, dass das BIP die unbezahlten Tätigkeiten der Frauen nicht einbeziehe und somit verfälsche. Entscheidungsgrundlage für den gesellschaftspolitischen Einsatz müsse das Evangelium sein. Intensiv beschäftigten sich die Frauen auch mit der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus.
Referenten waren ua. Ordensfrau Sr. Melanie Wolfers, Landesrat Stephan Pernkopf, der dem Ökosozialen Forum Österreichs vorsteht, Martina Beham von der Linzer Johannes-Kepler-Universität, Lucia Göbesberger, Pastoralamt der Diözese Linz, oder Isabella Ehart, Spirituelle Begleiterin der kfbö.

Bild: Rainald Tippow, Flüchtlingskoordinator der Erzdiözese Wien, Fluchtexpertin Tirhas Habtu, der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner und Kfb-Vorsitzende Veronika Pernsteiner diskutierten "Frauen auf der Flucht"

Mittwoch, 22. Juni 2016

Sommer - Oasen .....



Wieder neigt sich ein ereignisreiches, arbeitsintensives aber auch von vielen schönen Begegnungen begleitetes Arbeitsjahr dem Ende zu. 

Anita Pleninger, Nachfolgerin von Eveline Scheiber, hat sich Ende des Jahres einer neuen beruflichen Herausforderung gestellt. Seit Anfang Mai verstärkt Judith Schmidl aus Marz als Organisationssekretärin unser kfb-Büro. Sie ist im kfb-Büro von Montag bis Freitag von 8 - 12 Uhr erreichbar:
T 02682 777-442
E judith.schmidl@martinus.at

Bevor wir jetzt alle in die wohlverdiente Sommerpause gehen möchte ich für die Leidenschaft und den persönlichen Einsatz in der kfb ein herzliches DANKE sagen! All unser Engagement kommt aus unserem Glauben, der uns verbindet und Kraft gibt.

Die aktuelle Ausgabe unserer KA-Zeitschrift „Blickpunkt“, die gerade am fertig werden ist, beschäftigt sich mit „Unseren Oasen des Glaubens“. Auf die Frage, was denn nun für mich solche Oasen sind, ist meine Antwort:  „Eine Oase der Ruhe, der Erholung und des Wohlfühlens ist für mich jetzt in den kommenden Monaten wieder mein Garten. Nichtstun, die Seele baumeln lassen, in der schattigen Laube ein Buch lesen, dem Plätschern des Wassers im Teich lauschen, mit der Familie oder mit lieben Freunden im Garten zusammensitzen und die Gemeinschaft und Freundschaft genießen.
Oasen meines Glaubens finde ich aber vor allem in der kfb. Sich fallen lassen in einer spirituellen Frauenliturgie oder Oasenstunde ist ein wunderbares Erlebnis. Getragen von Gedanken, Gebeten, Liedern und Stille, eintauchend in einen Ruhepol des Glaubens kann ich die Gegenwart Gottes spüren, wahrnehmen und daraus Kraft und Energie für meinen  Alltag mitnehmen.“





Ich wünsche uns für den Sommer eine erholsame und entspannte Zeit in „unseren Oasen“, damit wir aus diesen Oasen, gestärkt für das neue Arbeitsjahr, viele glückliche Momente in unserer Arbeit in der kfb erleben dürfen.


Gott
du hast Zeit
und Raum geschaffen
stellst uns Menschen in diese Welt

jeder Morgen von dir geschenkt
vor uns ein neuer Tag
voll Bangen und Lust
Grenze und Möglichkeit

lass mich jeden Tag neu
in seiner Einmaligkeit erleben
achtsam sorgsam
für das Kleine sein

jeder Abend geschenkter Tag
vor uns die Nacht
lassen und spüren
sich ängstigen und ausruhen

lass mich jeden Abend neu
die Endlichkeit erahnen
mein Tun und Sein in deine Hände geben
lös mich aus meinen Verstrickungen

lass mich wachsam sein
für die Einmaligkeit meiner Tage
lehre mich jeden Tag zu zählen
lehre mich die Kostbarkeit des Lebens
Andrea Schwarz

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